Hier finden Sie informationen zum Geocaching

Nanocache

Was ist überhaupt Geocaching?


Geocaching ist eine High-Tech-Schatzsuche, an der weltweit abenteuerlustige Menschen mit GPS-Geräten teilnehmen. Grundlage des Spiels ist es, im Freien versteckte Behälter, sogenannte Geocaches, zu finden und über die Erlebnisse online zu berichten. Geocaching ist für alle Altersgruppen geeignet. Geocacher bilden eine starke Gemeinschaft und unterstützen den Schutz der Natur.


Wie sieht ein Geocache aus?


Ein Geocache sind unterschiedlich aus, da es verschiedene größen gibt.
→  Der Nanocache Nanocache
Winziger Cachebehälter, dessen Durchmesser meist unter 1 cm beträgt und der lediglich einen kleinen Zettel als Logbuch enthält. Oft magnetisch, damit er an Denkmälern oder ähnlichem unauffällig versteckt werden kann.
→  Der Microcache Nanocache
Sehr kleiner Cache-Behälter (oft eine Filmdose), die in der Regel ein kleines schmales Logbuch oder einzelne Zettel und einen Stift enthalten. Diese Cachegröße wird auch gerne als Zwischenstationen bei Multi-Caches eingesetzt.
→  Der Smallcache Nanocache
Kleine Behälter (kleine Plastikbehälter, z.B. Tupperdosen), die neben einem Logbuch noch Platz für kleinere Gegenstände bieten.
→  Der Regularcache Nanocache
Die eigentliche Standard-Größe eines Caches, der auch Platz für mehrere Travelbugs oder Gegenstände bietet. Behälter dieser Größe (wiederverschließbare Plastikbehälter, Munitionskisten und ähnliches) können von einem Liter bis zu mehreren Litern Inhalt fassen.
→  Der Largearcache Nanocache
Große Behälter (Kisten, Tresore und ähnliches), die ein Maximum an Platz bieten und somit auch außergewöhnliche Tauschobjekte fassen können.


Was gibt es für unterschiedliche Cachearten?


Insgesamt gibt es fünf Cachearten, die ich hier aufzähle.

→  Traditional Cache: Nanocache
Die einfachste und naheliegendste Kategorie eines Geocaches ist der einfache und sogenannte Traditional Cache. Die im Internet veröffentlichten Koordinaten zeigen möglichst genau auf die Stelle, an der der Cachebehälter zu finden ist. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um markante Punkte, die der erfahrene Geocacher schon aus etwas größerer Entfernung ausmachen kann. Alleine die Bezeichnung eines "einfachen" Caches bedeutet jedoch noch lange nicht, dass das letztendliche Auffinden genauso einfach ist. So kann der Behälter vielleicht zwischen Baumwurzeln, in einem Loch in einer Wand oder unter einem Steinhaufen versteckt sein, aber es kann auch vorkommen, dass dieses vergleichsweise einfache Versteck erst durch eine tagelange Wüstenexpedition, einen schweißtreibenden Bergaufstieg oder einen Tauchgang erreicht werden kann. Bei manchen Caches kann man mit dem Auto bis auf wenige Meter heranfahren (diese werden scherzeshalber als Drive-In bezeichnet) und man muss nicht lange suchen. Die ersten Caches waren solche einfachen Caches, weshalb sie auch Traditional genannt werden.

→  Multi Cache: Nanocache
Ein Multi Cache ist ein Cache mit mehreren Stationen/Stages, die einem dann zum endgültige Versteck hinführen. Die Schwierigkeit wird hier in Abhängigkeit von den unterwegs zu lösenden Aufgaben oder von der Art der zu findenden Hinweise und natürlich in Abhängigkeit vom letztendlichen Versteck bestimmt. Es kann hauptsächlich zwischen zwei Arten von Multi-Caches unterschieden werden. Bei der einen Variante sind die Koordinaten der einzelnen Stationen in der Beschreibung angegeben und an diesen erhält man Hinweise, die zusammengesetzt die Koordinate des finalen Cache-Behälters angeben. Bei der anderen Variante wird nur die erste Station angegeben, an der sich ein Hinweis auf die zweite Station befindet. Dort lässt sich dann die dritte herausfinden und so weiter. An den jeweiligen Stationen können Hinweise versteckt worden sein, aber auch vorhandene Landschaftsmarken als Hinweis genutzt werden (z.B.: an Station 2 steht eine Infotafel - Wie viele Tiere sind auf dieser abgebildet?).

→  Mystery Cache: Nanocache
Ein Mystery-Cache, auch Puzzle- oder Rätsel-Cache genannt, ist ein Cache bei dem man zunächst ein Rätsel lösten muss, aus dem sich der Startpunkt der Suche oder direkt die finale Cache Koordinate ergibt. Die auf der Webseite angegebene Koordinate ist nicht der Startpunkt oder die finale Cache Koordinate. Sie sollte aber in der Nähe der gelisteten Koordinate liegen (in maximal 3 km Entfernung), um den Cache regional richtig zuordnen zu können. Das Rätsel kann sehr unterschiedlich sein. Es gibt mathematische Rätsel, trigonometrische Aufgaben, Literaturaufgaben, Google-Recherchen, Sudokus, Bilderrätsel und vieles vieles mehr. Der Phantasie ist hier keine Grenzen gesetzt. Die eigentliche Suche beginnt mit der Koordinate, die sich aus der Lösung des Rätsels ergeben kann. Diese Koordinate kann schon der Cache selbst sein, wie beim Traditional-Cache. Es kann sich aber auch um den Beginn eines Multi-Caches handeln.

→  Virtual Cache: Nanocache
Virtual (virtuelle) Caches sind Caches, bei denen weder Behälter noch Logbuch vorhanden sind, so beispielsweise virtuelle Caches, Locationless Caches, Earthcaches und Webcam Caches. Virtuelle Caches, Webcam-Caches, und so weiter werden heute auf der Seite von geocaching.com nicht mehr freigeschaltet.

→  Earth-Cache: Nanocache
Earth-Caches sind virtuelle Geocaches. Das heißt, an den angegebenen Koordinaten ist weder ein Behälter noch ein Logbuch zu finden. Statt dessen führt ein Earth-Cache die Suchenden an eine geologisch interessante Stelle, die Einblicke in die Erdgeschichte eröffnet. Um den Fund eines Earth-Cache zu dokumentieren, ist es für gewöhnlich notwendig, sich selbst mit seinem GPS-Empfänger an der angegebenen Stelle zu fotografieren und dieses Bild dann im Internet zur Ansicht zu stellen. Da der Besuch eines Earth-Cache zudem einen Lernaspekt haben soll, sind darüber hinaus noch bestimmte Aufgaben zu lösen, z.B durch die Beantwortung einer oder mehrerer Fragen, und deren Lösung per eMail an den Besitzer des Caches zu schicken. Die Begutachtung und Freischaltung eines Earth-Cache geschieht durch die Geological Society of America.

Was sind sogenannte "Lost Places"?

Lost Places sind wie der Name schon sagt verlassene / vergessene Orte. Dabei kann es sich um ein ganzes verlassenes Gelände oder um lediglich ein Gebäude handeln. Häufig sind diese Lost Places Ruinen, oft in der unmittelbaren Nähe von Orten an denen man häufig vorbei gekommen ist, ohne von diesen zu wissen. Bei Lost Places Caches gibt es häufig viel zu sehen, wobei man auch in den meisten Fällen sehr vorsichtig sein muss und nicht immer geklärt ist, ob man sich tatsächlich auf dem Gelänge / in dem Gebäude aufhalten darf.


Was sind "Muggels"?

Muggels sind alle außenstehenden, unwissende Menschen, die Geocaching (noch) nicht kennen. Der Begriff stammt aus den Harry-Potter-Büchern und bezieht sich dort auf die nicht-magiebegabten Personen. Es besteht immer die Gefahr, dass Caches von "Unwissenden" (zufällig) gefunden und versehentlich oder sogar mutwillig zerstört oder geplündert werden. Um die Gefahr des unbeabsichtigten Auffindens zu vermeiden, gilt der Geocacher Grundsatz, einen Cache möglichst nur dann aufzusuchen, wenn keine Muggels in der Nähe sind.


Was sind Travelbugs & Geocoins?

Beim Geocaching gibt es häufig in den Caches auch Tauschgegenstände. Neben alltäglichen Tauschobjekten, die primär für Kinder in den Caches abgelegt werden, gibt es auch sogenannte Trackables, wie Travel Bugs und Geocoins. Dies sind Gegenstände, die von Geocachern von einem Cache zu einem anderen transportiert werden und deren dabei zurückgelegter Weg auf speziellen Internetseiten protokolliert wird. Zu diesem Zweck ist jedes Trackable Item über eine eindeutige Identifikationsnummer oder -buchstabenfolge identifizierbar. Der Besitzer eines Trackable Items kann zusätzlich zum einfachen Reisen spezielle Aufgaben für den Travel Bug / den Geocoin definieren (wie z.B. nur in einem bestimmten Land aufhalten, ein bestimmtes Ziel erreichen oder bevorzugt nur an bestimmten Orten abgelegt werden).

NanocacheDer Travelbug (englisch "bitten by the travel bug" = "vom Reisefieber gepackt") ist ein sogenanntes Trackable Item. Jeder Travel Bug verfügt über eine eindeutige Zahlenkombination und ist damit auch eindeutig identifizierbar. Diese Nummer ist (bei den Exemplaren von geocaching.com) auf zwei Alu-Marken geprägt, wie sie in ähnlicher Form vom Militär verwendet werden ("Dog Tag - Hundemarke"). Eine dieser Marken bleibt immer beim Besitzer (Owner) des Travel Bugs, die andere wird an einem Gegenstand befestigt. Anhand der Caches, in denen der Travel Bug landet, wird die Distanz berechnet, die der Travel Bug zurückgelegt hat (Luftlinie). TravelBugs von Geocaching.com sind nur durch den kostenpflichtigen Erwerb eines Dog Tag registriert und somit trackbar (verfolgbar).

Nanocache Eine spezielle Variante von Travel Bugs sind so genannte Geocoins. Diese meist aufwändig produzierten und zum Teil recht individuell gestalteten Münzen/Medaillen sind seltener und daher begehrter als die herkömmlichen Travel Bugs. Geocoins gelten folglich als besonderes Sammel- und Tauschobjekt.


Grundsätzliches Equipment: GPS-Empfänger und Internetzugang

Um das Hobby Geocaching betreiben zu können braucht man, wie bei fast allen Hobby's auch entprechendes Equipment. Unerläßlich ist dabei natürlich ein sogeanntes GPS-Gerät. Zwar gibt es einige Caches, die man mit Hilfe von Google Earth und einer intensiven "vor-Ort"-Suche finden kann, aber diese Caches sind begrenzt. Außerdem schmälert eine reine vorher auf Google Earth überprüfte Cache-Suche den Spaß am Geocachen enorm (glaubt's mir!). Also sollte auch jeden Fall ein GPS-Gerät gekauft oder zu Anfang erst einmal wenn möglich ausgeliehen werden. Beim Kauf muss es ja nicht direkt ein Top-Gerät mit Touchscreen und einem Preis oberhalb 400,-- € sein, denn es gibt schon sehr gute Einsteigergeräte für knapp über 100,-- € mit zahlreichen Funktionen.

Mein GPS-Gerät ist ein iPhone. Ein gutes handliches Gerät, mit Farbdisplay, Kartendarstellung und elektrischen Kompass. Das einzige, was ich persönlich "blöd" an dem Gerät finde, ist, dass der GPS-Empfang in Wäldern oder selten sogar im Auto sich verabschiedet. Bei einem richtigem GPS-Gerät ist der Vorfall nicht zu beobachten. Der unterschiet kommt von den verbauten Chips und deren Qualität. Der Vorteil liegt darin, dass man einen direkten zugriff ins Internet, und somit auch auf die Datenbank hat. So kann man schnell und einfach Beschreibungen, Hinweise, Log-Einträge lesen & schreiben und Fotos anschauen. Ansonsten werden Zuhause am heimischen PC die Logeinträge durchgeführt. Dort werden auch Beschreibungen, Fotos & Hinweise ausgedruckt. Diese werden dann mit auf Tour genommen. Bei Geocaching mit dem Iphone ist all das nicht nötig, da man alles direkt abruft. Diese Variante heißt Paperless-Geocaching.

Nun möchte ich Euch eine Empfehlung geben, welches GPS-Gerät "gut" ist. Das "Garmin 60CSx" ist ein sehr gutes GPS-Gerät. Dies ist das Gerät welcehs von vielen Leuten empfohlen wurde. Der einsige Haken: es kostet Geld. Viel Geld. Um genau zu sein 300,-- €. Dafür wird einem folgendes Geboten: eine sehr genau GPS-Bestimmung, ein großes Farbdisplay, Kompass, Höhenmeter, Wasserdicht, Tasten und Display beleuchtbar... (Hier klicken, um Produktseite aufzurufen!)

Weiteres wichtiges Equipment: Kugelschreiber oder ähnliches

Hört sich banal an, ist es aber nicht. Man sollte auf einer Geocachesuche immer etwas zu schreiben dabei haben, um sich dann nach erfolgreichem Fund in dem vor-Ort vorhandenen Logbuch verewigen zukönnen. In vielen Caches ist sicherlich auch schon ein Bleistift oder Kugelschreiber vorhanden, doch gibt es eine ganze Reihe an Caches, die so klein sind, dass sie keinen Platz für ein geeignetes Schreibwerkzeug bieten oder aber dasd vorhandene schreibt nicht mehr (kommt oft genug vor und ist bei der entsprechenden Witterung u.U. auch kein Wunder). Darum immer was zu schreiben mitnehmen!

Optionales Equipment: Kamera

Bei manchen Caches ist es eine Veraussetzung zum Loggen, dass man vor-Ort an einer bestimmten markanten Stelle von sich und seinem GPS-Gerät ein Foto schießt, um dann anschließend vom Owner (Besitzer) des Caches eine Logfreigabe zuerhalten. Außerdem ist es immer schön, wenn man zu einem Log (im Internet) auch noch Fotos hinzufügt. Speziell wenn Trackable Items gefunden werden, ist es für die Besitzer dieser sehr schön, wenn beim Loggen dieses TB's (TravelBug's) oder Coin's auch noch ein Bild vom Fund angehangen wird.